Analysen­verzeichnis

Gesamtprotein

Stamminformationen

Analysenname
Gesamtprotein
Indikation
Verdacht auf bakterielle Meningitis
Suchbegriffe
Total Protein, Eiweiss gesamt, Gesamtprotein im CSF
Code (i)
A403
Status (i)
aktiv
letzte Änderung (i)
13.01.2026, Silvio Kathriner

Präanalytik

Material
Liquor cerebrospinalis [steriles Spitzröhrchen]
Bemerkungen

Patientenvorbereitung

siehe Blaubuch Medizin, Lumbalpunktion, 11.1.1

Mindestvolumen
1.0 ml Liquor
Haltbarkeit / Lagerung
6 d bei 4 - 8°C, > 1 Jahr bei -20°C5
Bemerkung Nachbestellung
6 d
Medium
BildBezeichnungVolumenSAP NummerVerwendung
Spitzbodenröhrchen11 ml377196Allgemein

Ausführung

Institut / Labor
Abteilung (i)
Intern
Auftragsformular
Urin / andere Materialien / Med. / Drogen;Laborauftrag Sursee / Wolhusen

Analytik

Methode
Turbidimetrische Endpunkt-Bestimmung mit Benzethoniumchlorid [Cobas 8000]
Analysenfrequenz
Mo - Fr
Referenzbereich
Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Material
Alter
Referenzbereich
Liquor cerebrospinalis
Erwachsene
0.15 - 0.45 g/l

Störfaktor: Hämoglobin
 
In sehr seltenen Fällen kann eine Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM (Waldenström-Makroglobulinämie), zu unzuverlässigen Ergebnissen führen.
Umrechnung / Faktor
[g/L] × 0.1 = [g/dL]
[g/dL] × 10.0 = [g/L]

Zusatzinformationen

Analysenbeschreibung
Das Gesamtprotein im Liquor cerebrospinalis ist erhöht bei einer Infektion (Meningitis, Encephalitis, Poliomyelitis, Neurosyphilis oder Neuroborelliose), bei cerebralen Thrombosen und bei Permeabilitätsstörungen der Blut-Liquor-Schranke. Ebenfalls zu einer Erhöhung des Gesamtproteins führen Prozesse, welche die Liquorzirkulation beeinträchtigen: Tumore im Rückenmark, Bandscheibenvorfälle, Blutungen.

Erhöhte Werte können also auf eine erhöhte Permeabilität der Blut-Liquor-Schranke hinweisen, so dass Plasmaproteine wie Albumin im Liquor nachgewiesen werden können. Albumin wird intrakranial nicht gebildet. Bei einer differenzierten Proteinbestimmung des Liquors wird IgG gemessen, welches mit der IgG-Konzentration des Plasmas verglichen wird um eine intrathekale IgG-Synthese nachzuweisen.

Erniedrigter Proteingehalt des Liquors kommt bei erhöhtem intrakranialem Druck vor.

Zur Gewinnung des Liquors: Um eine Blutbeimischung durch die Punktion zu vermeiden, werden die ersten paar Milliliter nie für klinisch-chemische Bestimmungen verwendet. Sie eignen sich aber gut für mikrobiologische Bestimmungen.

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