Chlorid
Stamminformationen
| Analysenname | Chlorid |
| Bemerkung zur Analyse (i) | Für eine Beurteilung wird gleichzeitig die Beurteilung von Natrium und Kalium benötigt (Anionenlücke). Chlorid im Urin zur Abklärung vermehrter Chloridausscheidung. |
| Indikation | Störungen des Elektrolyt- bzw. Säure-Basen-Stoffwechsels (besonders hypokaliämische Alkalose) |
| Suchbegriffe | Chlor, chem. Zeichen Cl |
| Code (i) | A235 |
| Status (i) | aktiv |
| letzte Änderung (i) | 17.12.2025 |
Präanalytik
| Material | Plasma Lithium-Heparin, Monovette grün, 4.9ml | ||||||||||
| Mindestvolumen | 2.5 ml | ||||||||||
| Bemerkung Kinder (i) | zusammen mit 5 anderen häufigen Analysen: total 1 ml
mikro: mind. 0.3 ml Blut (nur in Ausnahmefällen!) | ||||||||||
| Haltbarkeit / Lagerung | 7 d bei 4 - 8 °C | ||||||||||
| Bemerkung Nachbestellung | 7 d | ||||||||||
| Medium |
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Ausführung
| Institut / Labor | |
| Abteilung (i) | Intern |
| Auftragsformular | Klinische Chemie / Autoimmunität;Laborauftrag Sursee / Wolhusen |
| Rubrik | Elektrolyte |
Analytik
| Methode | direkte Potentiometrie mit ionenselektiver Elektrode (ISE) [Cobas 8000] | ||||||||||
| Referenzbereich | Referenzbereiche sind methodenabhängig. Massgebend sind die Angaben auf den Resultatformularen.
Messungenauigkeit < 2%. Signifikanter Anstieg für einen gegebenen Patienten (RCV) = 5%
Störfaktoren: Perchlorat-Medikation kann zu falsch hohen Werten führen. Volumenverdrängungseffekt: Pseudohypochlorämie bei ausgeprägter Hypertriglyzeridämie oder Hyperproteinämie Pseudohyperchlorämie bei längerer Bromid-Einnahme (negative Anionenlücke möglich) | ||||||||||
| Umrechnung / Faktor | [mmol/L] = [mEq/L] |
Zusatzinformationen
| Analysenbeschreibung | Abweichungen des Chlorids im Urin ergeben sich, Chlorid ist das mengenmässig bedeutendste Anion des Plasmas und des Interstitiums. Als "Partner" des bedeutendsten Kations, des Natriums, ändert es seine Konzentration meist im gleichen Sinn, wenn die Na+-Konzentration durch Störungen oder durch die Regelmechanismen der Osmolalität und des Extrazellulärvolumens verändert wird. Dies trifft nicht zu, wenn eine Störung des Säuren-Basen-Haushalts vorliegt. Chlorid und Bicarbonat ergänzen einander (bei normaler Anionenlücke) zu etwa 130 mmol/L. Chlorid kann sich dann spiegelbildlich zum Bicarbonat verhalten und entsprechend vermehrt oder vermindert sein.
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